Zehn Thesen, warum es die Heldsdörfer Sachsen als Gemeinschaft in 50 Jahren nicht mehr geben wird

Gibt es die Gemeinschaft der Heldsdörfer in 50 Jahren noch? Wird dann in Heldsdorf noch irgendetwas an uns erinnern?

Nein, die folgenden zehn Thesen sprechen dagegen. Ergänzende Thesen oder Gegenthesen? Gerne als Kommentar 🙂

  1. Wir haben schon längst aufgegeben, was unsere Vorfahren in Heldsdorf aufgebaut haben. Wir sind heute keine Heldsdörfer mehr, sondern Nürnberger, Stuttgarter oder Ingolstädter.
  2. Das Sachsentum wird bald nur noch eine Fußnote der Geschichte sein.
  3. Die Kirche in Heldsdorf ist viel zu groß, wir Sachsen nutzen die nur noch sehr wenig. Und den Friedhof kann man langfristig nicht pflegen. Kirche und Friedhof als wichtige Orte unseres Daseins als Heldsdörfer werden verfallen.
  4. Es gibt nur noch ein Häufchen Sachsen in Siebenbürgen. Das wird auch immer kleiner und wird die heutigen Strukturen langfristig nicht erhalten können.
  5. Die Jugend kann die alten Geschichten über die Bräuche, Erlebnisse und so genannten sächsischen Tugenden nicht mehr hören.
  6. Wir wurden als Minderheit in Rumänien sehr unschön behandelt. Und Berge oder das Meer gibt es auch in anderen Ländern. in denen zudem die Umwelt intakter ist. In Rumänien den Urlaub verbringen oder wieder investieren? Nein.
  7. Die Rumänen sind doch froh, dass wir weg sind.
  8. Wer fliegt nach Bukarest oder Hermannstadt, wenn er etwa in der gleichen Zeit Mallorca oder London erreichen kann?
  9. Auch wenn im Sommer 2017 viele Jugendliche in Heldsdorf waren, so ist das doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
  10. Was heute für die Jugend zählt, findet sie nicht in Heldsdorf oder in Traditionen.

 

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