Heute ein Märzchen verschenkt?

Heute wäre der richtige Zeitpunkt (gewesen), ein Mărțișor an Freunde und Verwandte zu verschenken. Leider findet man die hier in Deutschland selten, aber vielleicht ändert sich das ja. Schließlich wurde das Mărțișor beziehungsweise der Brauch, diese Anfang März zu verschenken, im Dezember 2017 in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Anscheinend gibt es die Tradition nicht nur in Rumänien, sondern auch in der Moldau, in Mazedonien und in Bulgarien. Wikipedia sagt, auch in Griechenland.

Märzchen bestehen aus einer rot-weißen Schnur und haben meistens noch einen Anhänger dran. Die rot-weiße Schnur ist wichtig, da der weiße Teil für den Schnee, den Winter und die Kälte steht, der rote für die Sonne, den Frühling und die Wärme. Letztere Kombination können wir gut gebrauchen …

Sehr beliebt in Rumänien sind Märzchen mit Schornsteinfeger oder Hufeisen. Beide Figuren symbolisieren Glück. Das vierblättrige Kleeblatt steht zusätzlich für Hoffnung, Glauben und Liebe. Das ist ja schon etwas mehr des Guten. Der Marienkäfer bringt Glück und Wohlstand. Auch nicht schlecht. Mărțișoare mit einem Schlüssel öffnen die Tür zu Wohlstand, Gesundheit und Liebe. Herzchen stehen für Liebe und Zuneigung und Eulen für Weisheit. So eins habe ich noch nie geschenkt bekommen …

Aber es gibt auch noch weitere Figuren als Anhänger, wie die folgenden Bilder zeigen. Sie stammen von Roselinde Markel und Gudrun Bühler und zeigen zum Teil bereits vererbte Märzchen. Die Märzchen auf dem ersten Bild sind bereits 33 Jahre alt.

 

 

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