Sagramugra

Sagramugra ist nach Halacioc und Tschürke ein weiteres Spiel, das wir in der Kindheit und Jugend in Heldsdorf oft gespielt haben. Am vergangenen Wochenende haben wir es am Spitzingsee, wo wir um die Mitgliederversammlung des Fördervereins noch ein paar sehr schöne Tage verbracht haben, reaktiviert. Und dabei gelacht und geschwitzt.

Was braucht man für Sagramugra?

  • Mehrere Mitspieler mit Stöcken.
  • Dann eine Wiese oder einen freien Platz, in die/den man ein paar Löcher machen kann. Ein größeres Loch kommt in die Mitte des Spielfeldes, mehrere Löcher in einem Kreis von etwa vier Metern um das größere Loch herum. Dabei wird ein Loch weniger gemacht, als Spieler da sind.
  • Einen Ball, der ruhig etwas größer als der Tennisball sein darf, den wir verwendet haben.
  • Zeit.

Zu Beginn des Spieles stellen sich diese im Kreis um das Loch in der Mitte des Spielfeldes herum. Stockenden werden dabei in das Loch gelegt. Dadurch bildet sich durch die Stöcke ein Kegel, in den der Ball gelegt wird. Die Spieler beginnen nun, im Kreis um das Loch zu laufen und halten ihren Stock dabei fest. Ein Spieler zählt „Sagramugra oint, Sagramugra zpäi, Sagramugra droi“. Es muss dabei unbedingt auf Heldsdörferisch gezählt werden J

Bei „Sagramugra droi“ schleudern die Spieler den Ball hoch und versuchen, eines der Löcher zu finden, die im Kreis um das mittlere Loch angeordnet wurden. Ein Spieler bleibt natürlich übrig.

Der Spieler im grünen T-Shirt ging leer aus. Er muss nun den Ball in den Kreis der Verteidiger bringen. Die bewachen mit ihren Stöcken jeweils eins der Löcher.

Seine Aufgabe ist es nun, den Ball mit dem Stock in den Kreis und das Loch in der Mitte zu schlagen/führen. Die Aufgabe der anderen Spieler ist es, dies zu verhindern und den Ball weg zu schlagen.

Drei Spieler haben ihren sicheren Platz aufgegeben und versuchen, den Ball wieder weg zu schlagen. „Ihr“ Loch kann nun von den anderen Spielern besetzt werden.
Auf intakte Schienbeine und Finger sollte unbedingt geachtet werden! 🙂

Dabei müssen sie jedoch „ihr“ Loch kurzzeitig verlassen. Jeder der anderen Spieler – auch jener, dessen Aufgabe es ist, den Ball in das Zentrum des Spielfeldes zu bringen – kann dieses nun besetzen. Was dazu führen kann, dass der mutige Verteidiger nun ohne Loch bleibt und sich die Rollen ändern: Er ist nun der Angreifer und muss versuchen, den Kreis der Verteidiger zu durchbrechen, den Ball ins Zentrum zu bringen und sich dabei eins der Löcher zu erobern.

Trifft ein Verteidiger den Ball richtig, so kann es sein, dass …
… der Angreifer einige Meter laufen muss.
Das führt zu einer kleinen Verschnaufpause für die anderen Spieler …

Viel Spaß beim selber spielen/ausprobieren!

 

4 Kommentare

  1. Hallo Heiner, alles Recht und Gut aber der Kick eines Spieles ist doch immer Punkte zum Sieg /Sieger zu sammeln. Die Spielregeln v. Sagramugra habe ich verstanden. Wunderbar. Aber ein Ziel außer großem Spaß, muss das Spiel haben.
    Frage:
    Es ist kein Mannschaftsspiel und infolgedessen kann es nur zu einem einzigen Sieger kommen. Das wird der sein, der die meisten Sagramugrapoints einhämstert. Oder.?
    Wie erreicht der Spieler Sagra-Punkte.
    Ich bedauere es sehr, nie mehr mitspielen zu können. Nicht nur wegen dem unstabilen Kreuz und dem lädierten Knie sondern auch wegen der fehlenden Gelegenheit.
    Das Spiel finde ich wie viele alte Spiele genial. Es sind halt noch Spiele, diese alten Spiele, wo um der Freude Willen gespielt wird und man das evt. Verlieren trotz gr. Spaß lernt.
    Die letzten 10 Jahre in meiner aktiven Schulzeit habe ich nach einer Fortbildung ein Spiel gelernt, welches den Untertitel: Spiel- Mit Hand und Fuß hatte. Es heißt „YunmYumm“ und wurde von allen Kids heiss und innig geliebt. Ein Spiel das Schnelle und Begabte, Langsame und Unsportliche, Selbstbewusste und Unsichere zusammenbringt ist einfach wunderbar.
    L. G. Roselinde

    1. Hallo Roselinde,

      nein, Mannschaften und Sieger gibt es bei dem Spiel nicht. Und auch keine Punkte. Es geht eher darum, nicht der zu sein, der immer rennen muss. Es ist auch sehr schwer, den Ball wieder in das Mittelloch zu bekommen. Wir haben etwa eine Stunde gespielt, geschafft hat es keiner. Komm das nächste Mal mit und bring uns YummYumm bei 🙂

      Liebe Grüße

      Heiner

      1. Gute Idee und gar nicht so unmöglich, da es Edi immer besser geht.
        Ja. Das YumYum kann ich euch gern mal beibringen.
        Weißt du warum das Heldsdorfer Spiel-Sagramugra heißt? Ist ja doch ein seltsamer Name.
        Hat es womöglich ein Heldsdorfer erfunden? Ob man das herausfinden kann?

        Wir wünschen dir, deiner Familie und allen Heldsdorfern ein schönes Pfingsfest und gute Zeiten in Dinkelsbuhl.
        L. G.v. Edi und Rose

        1. Zur Namensentstehung kann ich leider nichts sagen. Vielleicht kann da jemand anderes aushelfen. Ist aber ein schöner Name, finde ich.

          Ebenfalls schöne Pfingsten

          Heiner

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